Deutscher CanSat-Wettbewerb
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Die Teilnehmer des zweiten Deutschen CanSat-Wettbewerbs - Foto: DLR (CC BY 3.0 DE)

Deutscher CanSat-Wettbewerb 2015

Vom 5. bis zum 9. Oktober 2015 trafen sich 7 Schülerinnen und 38 Schüler mit ihren Lehrerinnen und Lehrern in Bremen und Rotenburg, um den zweiten Deutschen CanSat-Wettbewerb auszutragen. Insgesamt waren 10 Team aus fünf Bundesländern vertreten.

Die feierliche Eröffnung des Wettbewerbs fand am Montag, 5. Oktober im ZARM, dem Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation, statt. Nach dem offiziellen Teil der Eröffnung, und nachdem sich die Teilnehmer am Buffet gestärkt hatten, gab es die Gelegenheit, den Bremer Fallturm mit seiner Abbremskammer und dem Kontrollraum zu besichtigen.

Am Dienstag Vormittag haben die Schülerinnen und Schüler beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ihre Projekte in Form einer Postersession den anderen Teams und der Jury vorgestellt. Unter die Teilnehmer haben sich auch ein paar Journalisten gemischt, die sich über die Vorhaben der Schülerinnen und Schüler informiert haben.

Vom DLR ging es weiter zum Technischen Bildungszentrum Mitte (TBZ). Dort haben die Schülerinnen und Schüler letzte Vorbereitungen an ihrem Satelliten vorgenommen. Dabei wurden sie durch ein Team bestehend aus Ahmad Abouhalave vom DLR, Knut Gunnemann vom TBZ und Frank Marshall vom Schulzentrum Utbremen unterstützt. Dann ging es zur technischen Abnahme durch Christian Siegmund von der Hochschule Bremen.

Am Mittwoch wurde es ernst: Die Miniatursatelliten wurden am Flugplatz in Rotenburg mit einer Rakete in eine Höhe von gut 1000 Metern transportiert und mussten anschließend an einem Fallschirm zu Boden sinken und die gemessenen Daten per Funk zur Bodenstation senden. Dank des Teams von Christian Siegmund der Hochschule Bremen, Louis Schreyer von AltiMAX!, Christian Knuschke vom Flughafen Bremen und Andrea Schwanbeck-Rolke vom Gymnasium Vegesack konnten alle 10 Satelliten erfolgreich von der Rakete ausgesetzt werden. Spannend war hinterher die Suche nach den Satelliten, die nur so groß wie eine Getränkedose sind und auf dem Flugplatz über eine größere Fläche verteilt gelandet sind. Zur großen Freude der jeweiligen Teams konnten aber alle bis auf einen Satelliten wieder gefunden werden. Zu dem geschäftigen Treiben auf dem Flugplatz gesellte sich auch der Rummel der Medien. Unter anderem gab es Berichte auf SAT.1 REGIONAL, buten un binnen, NDR und WDR.

Die Schülerinnen und Schüler begannen sofort nach dem Flug ihres Satelliten, noch auf dem Flugplatz mit der Auswertung der Daten; manche haben dies bis spät in die Nacht in der Jugendherberge Bremen fortgesetzt. Die Auswertung der Daten musste bis spätestens Donnerstag Mittag beendet sein, dann haben die Teams ihre Ergebnisse bei OHB Systems der fachkundigen Jury und den anderen Teams präsentiert. Anschließend haben die Schülerinnen und Schüler die Integrationshallen bei OHB besichtigt und sich über den Fortschritt beim Bau der Galileo Satelliten informiert.

Nach den anstrengenden Tagen waren viele Teilnehmer sehr müde und konnten jetzt bei Schwarzlichtminigolf und Grillen entspannen. Die Teams hatten sich bei technischen Schwierigkeiten auch oft gegenseitig geholfen und hatten so einander gut kennen gelernt. Der Abend wurde von einem Team ehemaliger Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Vegesack, die vor 2,5 Jahren selbst am europäischen Wettbewerb der ESA teilgenommen hatten, vorbereitet.

Am Freitag Vormittag musste die Jury, bestehend aus Dr. Dirk Stiefs vom DLR, Dr. Ertan Göklü vom ZARM, Prof. Uwe Apel von der Hochschule Bremen, Hartmut Claus und Willem Bode von OHB, Dr. Jens Lassmann von Airbus Defence and Space und Elias Hashem von DSI Informationstechnik, entscheiden, welches der 10 Teams im kommenden Jahr zum europäischen Wettbewerb der ESA fahren darf. Doch vor der Siegerehrung haben die Schülerinnen und Schüler einen Blick in die Integrationshallen von Airbus Defence and Space geworfen. Dort wird die Oberstufe der Ariane-Rakete gebaut. Auch ein technischer Support des Columbus-Moduls auf der ISS wird von Bremen aus geleistet.

Zu Beginn der Siegerehrung ehrte die Jury drei Teams, die sich durch besonders gute Leistungen in einer der Bewertungskategorien hervorgetan haben. So wurde das Team SkyProject von den Berufsbildenden Schulen Rotenburg aus Rotenburg (Wümme) für die "beste Teamarbeit" ausgezeichnet. Das Team spaece vom Hans-Thoma Gymnasium und Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck wurde als Team mit dem "größten Lernfortschritt" geehrt. Als drittes wurde das Team yesωeCan vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium aus Bremen als Team mit der "besten technischen Umsetzung" gewürdigt. Den 3. Platz erreichte das Team Project Milkyway vom Albert-Einstein-Gymnasium Buchholz aus Buchholz in der Nordheide, den 2. Platz hat das Team CaRoSat vom Gymnasium Carolinum aus Osnabrück erreicht und als Sieger ging das Team URSinvestigators von der Erzbischöflichen Ursulinenschule Köln / Gymnasium für Mädchen aus dem Wettbewerb hervor.

Die Jury und die Veranstalter gratulieren allen Preisträgern und wüschen den URSinverstigators viel Erfolg bei der Teilnahme am europäischen Wettbewerb der ESA.


Das Team SkyProject aus Rotenburg bei der Vorbereitung des Statelliten für den Start.

Foto: DLR (CC BY 3.0 DE)
Und beim Beobachten des Satelliten nach dem Start.

Foto: DLR (CC BY 3.0 DE)
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Grußwort der Schirmherrin Senatorin Dr. Claudia Bogedan


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